Ein Auslegerportal eignet sich insbesondere für CLT-Produktionslinien, in denen große Bauteile wirtschaftlich und mit hoher Anlagenverfügbarkeit gefertigt werden. Durch die freitragende Konstruktion und die Möglichkeit, zwei Legebereiche mit nur einem Auftragssystem zu bedienen, lassen sich Produktionsabläufe flexibel gestalten und Investitionskosten reduzieren. Die Portaltechnik wird dabei individuell an den jeweiligen Produktionsprozess angepasst.
Im Gegensatz zu Portalanlagen mit Stützen bleibt der gesamte Arbeitsbereich frei zugänglich. Materialhandling, Legeportal und Bedienpersonal können sich uneingeschränkt bewegen, wodurch der Materialfluss verbessert und Wartungsarbeiten erleichtert werden. Gleichzeitig schafft die offene Konstruktion mehr Freiraum für die Anlagenplanung und die Integration weiterer Automatisierungskomponenten.
Ja. Das OEST Auslegerportal verfährt zwischen zwei Legebereichen und versorgt beide mit nur einem Auftragssystem. Während in einem Bereich bereits Klebstoff aufgetragen wird, kann im zweiten Bereich das nächste Bauteil vorbereitet werden. Dadurch werden Stillstandszeiten reduziert, die Auslastung der Anlage erhöht und zusätzliche Auftragssysteme vermieden.
Das System wurde für die industrielle Fertigung großformatiger CLT- und Massivholzbauteile entwickelt. Je nach Anlagenkonzept können Werkstücke mit Längen von bis zu 16,5 Metern und Breiten von bis zu 3,6 Metern verarbeitet werden. Die Portaltechnik wird entsprechend den Bauteilabmessungen und den Anforderungen der jeweiligen Produktionslinie ausgelegt.
Servogesteuerte Achsen positionieren den Auftragskopf exakt in Längs-, Quer- und Höhenrichtung. Die automatische Nachführung hält den definierten Abstand zum Werkstück konstant und schafft damit die Voraussetzung für einen reproduzierbaren Klebstoffauftrag über die gesamte Bauteilfläche. Auch bei unterschiedlichen Bauteildicken bleibt die Auftragsqualität konstant.
Durch die direkte Integration des KONTITOP-Dosiersystems auf dem Portal werden die Dosierleitungen zwischen Dosierung und Auftragskopf auf ein Minimum reduziert. Kurze Leitungswege verbessern die Dosiergenauigkeit, verringern Druckverluste und erhöhen die Prozesssicherheit. Gleichzeitig reagieren Dosierung und Auftragssystem schneller auf Änderungen im Produktionsprozess.
Das Auslegerportal ermöglicht die Bedienung von zwei Legebereichen mit nur einem Auftragssystem. Dadurch sinken Investitions-, Wartungs- und Ersatzteilkosten, während die vorhandene Beleimungstechnik optimal ausgelastet wird. Die hohe Verfahrdynamik unterstützt zudem kurze Taktzeiten und steigert die Produktivität der gesamten Produktionslinie.
Ja. Das OEST Auslegerportal wird projektspezifisch ausgelegt und kann in neue sowie bestehende CLT-Produktionslinien integriert werden. Die Einbindung in Legeportale, Pressensteuerungen und übergeordnete Leitrechnersysteme ermöglicht einen durchgängigen automatisierten Produktionsprozess und unterstützt moderne Industrie-4.0-Konzepte.